| |
|
Wolfgang Kulow im
Alleingang
Crew: Daan Rob, Holland und Matthias Pelz
Datum: 15.09.2001 - 17.09.2001
Start: Ort a. Fehmarn
Ziel : Garmisch-Partenkirchen
Strecke: 10 km schwimmen, 850 km Radfahren,
120 km Laufen
Gesamtlänge: 980 km
Zeit: 77 Std. 47 min
Sponsoren: Kaufhaus Stolz, Schriftenstudio
Rathke, Power-Bar, Asics, Baltic Köln
Unterstützung:Kurverwaltung Stadt Heiligenhafen,
Wasserschutz Polizei Heiligenhafen
Kurverwaltung Garmisch Partenkirchen
Presse: Lübecker Nachrichten, Heiligenhafener
Post, Fehmaraner Tageblatt
Urlauskurier
Bericht: Die Ultra Triathleten René
Gose und Uwe Schiwon sprachen mich wärend des Triple
Ultra Triathlon in Lensahn an, ob wir nicht mal einen 10fachen
Ironman Triathlon in Lensahn veranstalten könnten. Ich
überlegte, schaute mir die Möglichkeiten in und
um Lensahn an, es ist nur schwer möglich so einen
Wettkampf hier durch zuführen. Also musste eine Alternative
her, z.B. einen Triathlon Quer durch Deutschland. Die Strecke
mußte natürlich getestet
werden. Am frühen Morgen des 15.09.01 schwimme ich von
Ort auf Fehmarn durch die Ostsee, begleitet werde ich von
Reinhard Marne mit seinem Segelkutte „Albatros“
mit an Bord Dan Rob mein Betreuer.
Die Strecke von Fehmarn nach Heiligenhafen bin ich schon sehr
oft geschwommen, doch diesmal bei 14° Wassertemperatur
und 2 Meter hohen
muß ich ganz schön kämpfen.
In Heiligenhafen am Hafen drängeln sich hunderte von
Menschen.
Der Kurdirektor Oliver Benke moderiert und heizt die wartende
Menge kräftig an. Trotz des Terroranschlages am 11.09.01
in den USA führt Heiligenhafen
das Dorschfestival durch und ich schwimme nach 10 km unter
den Beifall der vielen Menschen in den Hafen ein.
Umziehen, etwas essen und schon sitze ich auf meinem Villiger
Rennrad und fahre, begleitet von meiner Crew die mich im Stolz-VW-Bus
absichert Richtung Augsburg.
Meine Gedanken sind schon beim Race Across America das Härteste
Rennen der Welt. Für mich steht fest, ich will nächstes
Jahr die 4860 km Quer durch die USA auf dem Rennrad packen,
aber vorher ein Test, der jetzt heißt Trans-Deutschland
Triathlon 850 km auf dem Rad.
Vor 14 Tagen bin ich mit meinem Trainingspartner Rüdiger
Klein 600 km mit dem Rennrad um Dänemark gefahren. Ich
bin schon gut in Schwung, aber mein Trainingsziel heißt
20 000 km im Jahr auf dem Rad, dann zum „RAAM“.
Langsam hört es auf zu regnen, das kalte Wasser und der
Seegang liegen hiner mir, die Stadt Lübeck passiert und
es geht weiter Richtung Lauenburg, Luneburg. Die Nacht bricht
ein, eine warme Suppe auf dem Rad, die Musik dröhnt aus
den Autolautsprechern, ich fahre wie im Rausch.
Nach dem ich Braunschweig passiert habe, wartet der Harz mit
Dauerregen.
Das kalte Wasser läuft nicht nur den Berg im Sturzbach
herunter, sondern mir trotz Regenkleidung im Kragen rein und
an den Füßen wieder raus.
Es geht weiter, der Regen hört auf, und ich erreiche
Coburg.
Das Radfahren wird immer gefährlicher, die Autos jagen
mit hoher Geschwindigkeit haarscharf an einem vorbei. Ich
überlege mir, es ist nicht zu verantworten ist, hier
ein Rennen durchzuführen.
Nach einer kurzen Schlafpause fahre ich weiter Richtung Augsburg.
Ständig bin ich am essen und trinken, Dan und Matthias
sind echte Profis in Sachen Betreuung, sie fahren Tag und
Nacht und versorgen mich super.
Am Nachmittag erreichen wir Augsburg und ich mache mich fertig,
um die letzten 120 km bis nach Garmisch Partenkirchen zu Laufen.
Bei herrlichem Wetter laufe ich etwas gezeichnet, aber sonst
gut drauf weiter. Matthias fährt den VW-Bus etwas vor
und Dan läuft mit mir mit.
Doch plötzlich endet der Rad/Fußweg, ich muß
in der Dunkelheit auf der stark befahren Hauptstraße
laufen. Am Morgen versuche ich durch einen Wald zu laufen,
doch ich verlaufe mich hoffnungslos und muß zurück.
Noch etwa 10 km bis GP, ich sehe die Alpen schon vor mir,
kaum zu glauben, dass ich noch vor ein paar Stunden in der
Ostsee geschwommen bin!
Nach 77 Stunden und 47 Minuten erreiche ich GP und werde vom
Kurdirektor empfangen . Wir sind alle guter Dinge, dass „RAAM“
kann kommen, aber einen Trans-Deutschland Triathlon als Wettkampf
ist auf unseren Straßen zu gefährlich. René
Gose und Uwe Schiwon müssen wohl doch beim 10fachen Ironman
in Mexico starten. |
|